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Das frappierendste und das Kennzeichnende an den Beuys'schen Geburtskonstellationen der Sterne sind seine unglaublich glücklich gelagerten strukturellen Planetenaspekte auf gleichzeitig absolute "Horrorkonstellationen" in der astralen Ausgangsbasis. Anhand von zwei Hauptstrukturen seiner Geburtskonstellation soll diese existenzielle Spannung verdeutlicht werden:

Da ist zunächst die markante Jupiter/Saturn-Konjunktion im achten Haus des Zeichens Jungfrau. Schon die drei Weisen Araber aus dem Morgenland wußten (und erschreckten damit König Herodes), wenn Jupiter, der Planet des Glücks, der Herrschaft und des religiösen Bewußtseins die Bahn des disziplinierenden Saturn dreimal kreuzt (wie übrigens auch im Frühjahr 1981 und dann erst wieder im Jahre 2238), dann wird ein bedeutender König oder ein neuer Heiland geboren...

Saturn, u.a. damals im Orient auch als der Planet des jüdischen Volkes geltend, leuchtete hell im Verbund mit Jupiter direkt über dem Stall von Bethlehem zur Geburt Christi. - Freilich erblickte Joseph Beuys in Kleve am Rhein das Licht dieser Welt und die Konjunktion Jupiter/Saturn fand im Jahre 1921 auch nur einmal statt.

Der Bedeutungszusammenhang im Vergleich dieser beiden astralen Ereignisse stellt sich jedoch aus der weitergehenden Analyse her: In der modernen Astrologie gilt die Konjunktion von Jupiter und Saturn eher als gefürchtet, insbesondere dann, wenn - wie im Falle Beuys - Jupiter dem Saturn zum Zeitpunkt der Geburt vorausläuft. Die optimistisch begonnenen Unternehmungen solcher Menschen enden allzu oft mit einem Fiasko, denn das Ausdehnungsprinzip des Jupiter und seine Tendenz zum Gelingen werden vom einschränkenden und disziplinierend hemmenden Prinzip des Saturn weitgehend aufgehoben und "frustriert". Zu allem überfluß befinden sich diese beiden Planeten bei Beuys ja auch noch im achten Feld, dem sogenannten "Todesfeld", radikalisieren also die Interpretations- möglichkeit im Hinblick auf religiöse und spirituelle Probleme, dann auch auf paranormale Erfahrungen und schließlich auf den Schlüsselpunkt der Notwendigkeit höherer Wertvorstellungen, um die Angst vor dem Tode zu überwinden.

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