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Genau in dieser Entscheidungslage erklärt sich aber die besondere Stärke der Beuys'schen Geburtskonstellation: Auf Jupiter steht nämlich der das individuelle Selbst repräsentierende Ascendent mit einem optimalen Winkel von ca. 120 Grad im Steinbock, der durch Saturn beherrscht wird. Auf Saturn selbst aber steht ebenso günstig die von Merkur (Verstand) gefärbte Sonne im Stier. Damit kehrt sich ein großer Teil der drohenden Vergeblichkeiten um in die Fähigkeit, mithilfe von harter Arbeit, Geduld und großer Zähigkeit (Steinbock und Stier) reale Dinge und Vorstellungen von bleibendem Wert zu schaffen. Jupiter erhält zudem in dieser Beleuchtung die Kraft, dem so Geborenen in seinen dunkelsten Stunden Schutz zu gewähren. Die pädagogischen Fähigkeiten der Jungfrau (in der hier Saturn und Jupiter ja stehen), können in diesem Falle darüber hinaus dazu genutzt werden, tiefste existenzielle Erfahrungen auch anderen Menschen mitzuteilen.

Faßt man nun die Tendenzen dieser astralen Richtkräfte zu einem Sinn zusammen, drängt sich der zunächst hypothetische Vergleich mit der Christuskonstellation geradezu auf: Die Prüfungen des Menschen Jesus Christus, die Forderungen höchsten Geistes durch höchstes Leid, die existenzielle Spannung zwischen Gelingen und Mißlingen (dreifacher Wechsel der Bedeutungsrelationen von Saturn im Verhältnis zu Jupiter) finden ihre aufgefächerte Entsprechung in der Beuys'schen Ausgangsbasis des Mißlingens (Saturn folgt Jupiter, macht also dessen Früchte immer wieder zunichte), die durch die glückhafte und geistig angereicherte Energie seiner entsprechenden Sonnenstellung und die Möglichkeiten seiner Selbstverwirklichung (Ascendent) auf eine erweiterte Sinnebene des Gelingens und der Werte gehoben wird. - Die Christusidentifikation vieler moderner Künstler hätte also bei Beuys - astrologisch verstanden - eine gewisse Berechtigung...

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