start Start Start Start Start Start
Start Start Start
1   2   3   4   5  

Eine zweite prägnante Konstellation im Beuys'schen Geburtshoroskop läßt sich an der ersten festmachen: Exakt gegenüber dem Jupiter im achten Haus befindet sich Uranus in Feld zwei bei den Fischen in Opposition. Uranus, der generell ein individuelles Freiheitsstreben schöpferisch mit einem universellen Bewußtsein verbinden will, beweist in dieser Stellung intuitive Fähigkeiten und wissenschaftliche Neugier, auch mystisch gefärbte religiöse Neigungen; überhaupt eine lebhafte Traumwelt, deren aktive Seite zu einem Kampf gegen materialistische Tendenzen neigt. (Eigenartigerweise kann dies in Feld zwei, dem Geldfeld, zu sehr originellen Methoden des Geldverdienens führen).

Die Opposition des Uranus zu dem reichlich aspektierten Jupiter weist auf Experimente größten Stils auf religiösem, gesellschaftlichem und finanziellem Gebiet hin, und zwar in Dimensionen, die für alle Beteiligten äußerst riskant sein können. Diese Gefahr scheint sich wiederum zunächst bei Beuys zu potenzieren, denn ausgerechnet Mars steht im fünften Feld im Quadrat zu den beiden oppositionellen Planeten, was auf geradezu verheerende Wirkungen hindeutet. Ein hoher Grad an Idealismus und Wohlwollen kann sich hier unter Umständen als maßstabslos triebhafte Versuchung zu religiösen und kulturellen Abenteuern mit weitreichenden Folgen etwa im Stile "heiliger Kreuzzüge" oder auch allgemeiner Kriegsverherrlichung und dubioser Kameradschaftsbegriffe erweisen. Dieser astrologisch prägnanten Gefahr entspricht im Horoskop von Joseph Beuys aber - wen würde das wundern -, eine ebenso großartige Entlastungskonstellation, die das Ganze sogar wieder gesteigert konstruktiv wendet: Pluto im Krebs bildet mit dem Meridian im Skorpion und dem besagten Uranus in den Fischen ein "großes Dreieck", was als stärkste mögliche Harmonisierungskonstellation angesehen werden kann. Die starken regenerativen Kräfte des Pluto bewirken in diesem Zusammenhang eine außergewöhnliche öffentlichkeitswirkung durch einen schöpferischen Beruf, dessen wissenschaftliche und zugleich okkulte Beziehungen Reformen zur Erweiterung des kulturellen Bewußtseins herbeiführen können und ganz allgemein zur Umformung der Zivilisation aufgerufen sind bzw. sich danach fühlen.

weiter lesen
Impressum