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Die Räume, die die Personen umgeben, lassen sich nicht konkret benennen. Andreas Kaps arrangiert seine Bilder flächenhaft. Allerdings setzt er die Farbperspektive ein, um runde Körperformen plastischer zu gestalten. Gestisch aufgetragene Pinselstriche und von ihm erdachte Kürzel schaffen Rhythmen. Der teilweise pastöse Farbauftrag bringt zusätzliche Strukturen auf der Bildoberfläche hervor.

Sehr oft lassen sich die Arbeiten nicht auf den ersten, oberflächlichen Blick erschließen. Das Auge verliert sich im Farb- und Formenspiel, ähnlich wie in Gerhard Richters "Vermalungen", bis sich nach intensiver Betrachtung die Einzelheiten zu einer erkennbaren Figur zusammenfügen. Häufig legt Andreas Kaps mehrere Flächen übereinander, die zu großen Teilen transparent bleiben, so daß zwar eine komplexe, aber noch immer durchschaubare Räumlichkeit entsteht. Vorder- und Hintergrund sind nicht eindeutig voneinander zu trennen. Hier entwickelt Andreas Kaps ein Verwirrspiel der optischen Reize.

Den Bildern liegen keine Vorzeichnungen zugrunde. Sie entstehen ganz unter Einwirkung der momentanen psychischen Situation. Die spontanen Gefühlsäußerungen können sehr viel unmittelbarer zum Ausdruck gebracht werden, wenn sie noch nicht mit Hilfe von Skizzen genau durchdacht worden sind. Aktuelle Stimmungen spiegeln sich in den Bildern wieder. In Arbeitsphasen entstehen oft mehrere Werke in einer einzigen Nacht.

Daran schließen sich Zeiträume an, in denen er nicht malt, sondern Bildideen sammelt und formuliert. Andreas Kaps gibt viel von seinem Innenleben preis. Gerade die verschiedenartigen Reize des weiblichen Körpers faszinieren ihn außerordentlich. Seine Bilder erzählen von der sinnlichen Freude an erotischen Schönheiten, erinnern an sexuelle Erlebnisse, verschweigen aber auch nicht, daß innerhalb einer Verbindung von zwei Personen häufig Konflikte und Spannungen auftreten.

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